Der Videolearn-Trend

Video ist an sich nichts Neues. Neu ist es aber, Video als Selbstlernmedium zu verwenden.

„Videolearn“ ist die Bezeichnung des Trends sich mithilfe von Videos weiter zu bilden. Dabei handelt es sich um Vermittlung von Bildungsspezifischen Inhalten, von Selbstlernhilfen, Lernpfaden, Tutorials ect…durch ein Video. Es fängt an bei WBL – Web Based Video Learning und endet beim unternehmenseigenen „Youtube“ Kanal. „Das Video ist der neue Text“ so lautet die Bedeutung von Videolearn laut Corporate-Learning-Vordenker Josh Bersin.

Unter klassischem „Videolearn“, wird die Aufbereitung einer Thematik durch einen Experten verstanden. Dieser versucht in der Regel die Komplexität des Inhalts auf eine einfache Erklärungsweise zu reduzieren, damit der Content möglichst weiten Anklang findet.

 

Video ist das dominierende Format der neuen Lernplattformen. Dafür kostet Videolearning auch viel Geld um produziert zu werden. Dabei gilt aber zwischen Content Expertise und Pädagogische Expertise zu unterscheiden, also zwischen Dokumentation und Lehrinhalt.

Erfolgreiche gratis-Videolearn Beispiele sind Youtube Tutorials für diverse Anwendungen oder Lernhilfekanäle wie „Thesimpleclub“ in Themen Mathe, Chemie, Wirtschaft und Physik. Beispiele für erfolgreiche entgeltliche Videolearn- Angebote sind „1-2-3 Magic Parenting“ ein Programm zur Kindererziehung, oder „Video2Brain“.

 

Eine Studie von Catherine Pang, aus der Universität aus Texas zeigt, dass WBL, insofern es richtig aufgebaut wird, bessere Ergebnisse erzielt als Präsenzveranstaltungen.

Präsenz wird hier nicht überflüssig, sondern versucht anders sinnvoll genützt zu werden. Bei einem online Medium hat man mehr Freiheiten, man kann die Lernzeiten und das Lerntempo selbst bestimmen, Inhalte wiederholen oder auch überspringen. Durch die audiovisuelle Aufbereitung trägt das Videolearning zu einer höheren Aufnahmefähigkeit, Motivation und Merkdauer bei, als die bisherigen Lernmodelle es je getan haben. Auch Lehrende hat sich mittlerweile von einem Imputgeber hinzu einem Lernbegleiter verändert.

 

Videolearn ist also nur dann lukrativ, wenn es gescheit aufbereitet wird. Aber was macht ein gutes Lernvideo aus?

Auf jeden Fall steht an erster Stelle die Interaktivität. Des Weiteren ist die Einbringung von Feedbackkanälen empfehlenswert, sowie auch die sorgfältige Pre- und Post Produktion der Visual Flow und zu guter Letzt das Anknüpfen an die Erwartungshaltung und Vorkenntnisse der Zielgruppe. Ein solches Video sollte nicht allzu lang sein, damit die Aufmerksamkeitspanne nicht überspannt wird. Unter 10 min liegt die perfekte Zeit.

Es ist auch wichtig einen Augenkontakt zum User herzustellen. Aus dem Grund sind Nachrichten im Fernsehen auch noch so beliebt. Selbst wenn es hier keine Interaktivität, keine Feedbackkanäle und nur eine begrenzte Anzahl an Inhalten geteilt werden. Der Grund: Meschen vertrauen auf die kredible Person im Fernsehn, also auf den ausgebildeten Journalisten. Das gilt es im online Journalismus weiterzuführen, vor allem im Jahr 2018. Videocontent zu erstellen der Interaktivität, Feedbackkanäle und Vertrauen schafft.

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