Musikkonsum im digitalen Zeitalter

Musik – für viele Menschen ein Spiegel von Emotionen und Gedanken. Für Jugendliche ist und war sie schon immer eine der wichtigsten Ausdrucksformen. Aber wie verändert sich unser Musik-Konsumverhalten mit dem digitalen Zeitalter und wie stehen Jugendliche heute überhaupt zur Musikindustrie?

Ich habe mir diese Fragen einmal auf der Zunge zergehen lassen und mir überlegt wie ich zu ihnen stehe. Mein Standpunkt ist mir klar, aber mich hat zuerst der der Rest der Welt interessiert und dabei vor allem die Meinung meiner Generation.

Global hören über 200 Millionen Menschen ihre Musik auf diversen Musik-Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music, Deezer und Co. Laut einer Studie von MusicWatch sind es bereits 41 Prozent der Jugendlichen und diese Zahlen sind tendenziell steigend. Streaming-Dienste und dergleichen haben die Musikindustrie in den vergangenen Jahren revolutioniert. Aus Konsumentensicht gab es noch nie so viele Möglichkeiten, neue Musik zu entdecken und zu hören.

Ich selbst bin mittlerweile stolze Besitzerin eines Spotify-Premium-Accounts und würde nicht mehr ohne ihn leben wollen. Ich verwende die Applikation hauptsächlich  für mein Smartphone. Sie ist sehr benutzerfreundlich konzipiert, sodass man nach ein wenig Herumprobieren und Durchklicken den Dreh raus hat. Bereits nach kurzem Verwenden stößt man dann auf das Premium-Modell, das die App – nicht gerade dezent – versucht zu vermarkten. Das Prinzip ist simpel: Zahle monatlich 10  Euro und wir geben dir die App ohne „Nebenwirkungen“, also ohne Werbung. Und wir geben dir die Möglichkeit die Songs deiner Wahl sofort und auch offline abzuspielen. Ich muss zugeben, dass ich mich ziemlich lang mit der Gratisversion herumgeschlagen, bis ich endlich in die Premiumversion investiert habe. Diese Entscheidung habe ich aber nie bereut.

Mit Spotify habe ich erst entdeckt, wie viel Spaß es mir macht, mich mit Musik zu beschäftigen und neue Lieder und Genres zu entdecken. Ein Feature der App, das ich oft und sehr gerne in Anspruch nehme, sind öffentliche Playlists. Diese werden von privaten Nutzern, aber auch in den Spotify-Headquarters erstellt. Es gibt hunderte Playlists für jedes Genre und sogar eigens darauf spezialisierte, die Newcomer und neue Musik veröffentlichen und promoten.

 

Noch nie habe ich so viel und vor allem so viel unterschiedliche Musik wie mit Spotify gehört. Natürlich kann ich damit nicht für alle Spotify-Nutzer sprechen, aber ich glaube schon, dass die App dazu verleitet, auch einmal neue Musikrichtungen und Artists zu entdecken.

Die zweite Streaming-App die ich verwende ist SoundCloud. Für mich persönlich dient sie als eine Plattform, um vor allem jene Musik zu hören, die nicht vom Mainstream konsumiert wird. Die Plattform hat über zehn Millionen Creators, die täglich diverse, teils selbst erstellten Tracks hinzufügen, oder ihre Playlists teilen. SoundCloud hat eine persönlichere Note als anderen Streaming-Seiten, da sie es ermöglicht, direkt mit den Künstlern zu kommunizieren und auch dieselbe Musik zu hören, die sie hören.

Zuletzt möchte ich die Plattform YouTube erwähnen. Sie hat in den letzten Jahren viele Nutzer gewonnen, die nicht nur Musik und Musikvideos, sondern auch Content, unter anderem Lifestyle, Beauty und Spaßvideos konsumieren. Doch der Großteil der Seitenbesucher nutzt  YouTube immer noch für Musik.

Für mich persönlich ist YouTube die letzte Station, wenn es mir darum geht, neue Songs zu finden. Ich nehme sie auch nur in Anspruch, wenn ich wirklich an einem bestimmten Künstler interessiert bin – weil dann interessiert mich auch das Musikvideo des Songs, an dem ich Gefallen gefunden habe.

Obwohl die Musikindustrie in vergangenen Jahrzehnt sehr mit den Umstellungen am Markt, die durch die Digitalisierung aufgetreten sind, zu kämpfen hatte, werden Streamingdienste in Zukunft eine der größten Profitquellen werden.

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